Kleinigkeiten von zwischendurch

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Während ich euch hier hauptsächlich von meinen Küchenexperimenten berichtet habe, habe ich natürlich zwischendurch auch ein paar andere Sachen gemacht. Zum Beispiel ist der zweimetervierzig lange Gryffindorschal für meine Kollegin fertig geworden, auch wenn es davon leider kein Foto gibt – zusätzlich habe ich auch noch einen kleinen Harry Potter gestrickt, nach einer französischen Bildanleitung. Man strickt einfach nur ein Rechteck mit verschiedenfarbigen Streifen (Schuhe, Hose, Pulli, Gesicht, Haare/Mütze), näht dann die beiden Kanten zusammen und deutet mit ein paar Stichen die Arme und Beine an. Dauert auch nicht sonderlich lang – ich habe Sockenwolle und zweier Nadeln genommen,  deshalb ist mein Männecken recht handlich geworden:

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Meine Socken auf den seltsamen gebogenen Nadeln habe ich auf ein normales Nadelspiel umgezogen, das ist zehnmal angenehmer. Aber da ist bisher auch erst eine Socke fast fertig.

Und gestern abend habe ich seit langem mal wieder die Nähmaschine angeworfen. Die bessere Hälfte hatte sich beim Umräumen über meine Stoffvorräte echauffiert – das seien ja viel zu viele und bestimmt auch nur so Fitzel aus denen man nichts machen könne. Also saß ich abends auf dem Sofa und überlegte, was ich denn aus meinen ganzen Fitzelchen machen könnte… irgendwann fiel mir ein, dass ich bei Pinterest ja durchaus eine Pinnwand für Nähideen habe…. und so ohne angeschlossenen Drucker fand sich dann recht schnell ein Schnittmuster für ein Origamitäschchen, das sich mit Lineal und Geodreieck ganz einfach abzeichnen ließ. Das Muster habe ich nicht in der Originalgröße aufgezeichnet sondern um die Hälfte reduziert (passte besser auf das Kalenderblatt, auf dem ich den Schnitt zeichnen wollte). Das Nähen klappte überraschend gut und war gar nicht so kompliziert wie ich anfangs dachte. Die letzten drei Nähte mit der Hand waren auch fix verschlossen. Und jetzt habe ich ein kleines Täschchen, in das zum Beispiel Handy& Portemonnaie reinpassen. Oder eine Getränkedose. Oder ein kleines Häkelprojekt.

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Die Tasche lässt sich wenden, sodass man entweder den wildgemusterten robusten Ikea-Stoff sieht oder den blauen mit den Katzen 🙂 Zieht man nun einfach die lange Schlaufe durch die kurze ist die Tasche verschlossen und nix kann rausfallen, egal wie stark sie rumgeschlenkert wird.

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Brotupdate die dritte

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Neuer Versuch, neues Glück.  Diesmal verwende ich 1050er statt 550er Mehl und backe nur die halbe Menge.

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Der Sauerteig war in Top-Form, aber der Teig wurde genau so klebrig wie sonst auch. Der Teig ging und ging, leider hatte ich abends keine Zeit zum backen, deshalb wanderte der Teig in den Kühlschrank, um dort die Nacht zu verbringen – in der Hoffnung, ein Malheur wie am Vortag zu vermeiden. Heute morgen war der Teig dann auch nicht mehr klebrig und so durfte er ins Gärkörbchen umziehen und darin die Sonne genießen. Nachdem diese weitergewandert war, durfte er im warmen Wohnzimmer weiterziehen, während der Backofen mit ein paa Plätzchen auf Temperatur gebracht wurde:
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Nachdem alle Plätzchen fertig waren, durfte auch der -mittlerweile gut gewachse – Brotteig auf’s Backblech plumpsen und den Weg in den Ofen antreten. Es ist wieder nur ein dünner Fladen geworden, allerdings ist dieser innen fluffig. Nicht perfekt fluffig, aber immerhin nicht kompakt 😉
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Ich werde also für meinen nächsten Anlauf den Sauerteig selber viiiiiiiel länger gehen lassen und weniger Wasser nehmen und auch den Teig selber länger ruhen lassen. Ab Mittwoch hab ich Urlaub, da kann ich dann mit meinem übereifrigen Ansatz weiter herumexperimentieren.

Mein ASG spinnt nämlich ein wenig rum. Ich nehme vom Ansatz (das schaumige Bild oben) etwa 150g ab, gebe sie in ein Marmeladenglas, das dann in den Kühlschrank wandert. Und was passiert da? Der Teig wächt und wächst und wächst und quillt unter dem Deckel raus… so sollte es auch nicht sein, oder? Aber vielleicht ist das der kasus knacktus. Lasse ich den Ansatz nicht lang genug gehen?
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Ein bissl Urlaub für daheim

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Letztes Jahr war ich das erste Mal in England und habe fast jeden Tag Cream Tea genossen. Für alle, die jetzt „Häää?“ sagen: Man bekommt ein Kännchen Tee, Scones, ein Schälchen Erdbeermarmelade und eine Portion Clotted Cream (gestockte Sahne – Sahne wird über lange Zeit erwärmt und an der Oberfläche setzt sich dann eine feste Masse ab – das ist die Clotted Cream).
Und jetzt habe ich endlich mal Scones gebacken – in der Ausführung nicht ganz originalgetreu, dafür aber geschmacklich sehr nah dran. Das Rezept habe ich aus dem Internet,  leider habe ich auf dem Ausdruck aber keine Quellenangabe.  Deshalb hier ein grober Überblick:

2 Tassen Mehl
1/2 TL Salz
1 Päckchen Backpulver
60g kalte Butter
1/3 Tasse Zucker
1-2 Schuss Milch

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Mehl, Salz und Backpulver vermischen, die Butter würfeln und dazu geben und mit der Hand verknneten, bis eine gleichmäßige,  bröselige Masse entsteht.
Dann wird der Zucker dazu gerührt und vorsichtig die Milch dazugegeben, bis der Teig eine zusammenhängende,  feste Masse entstanden ist. Der Teig wird dann etwa 3cm dick ausgerollt und daraus dann Kreise mit 4cm Durchmesser ausgestochen. Man kann aber auch einfach Kugeln formen und diese auf dem Backblech etwas plattdrücken. Die oben angegebene Menge reicht genau für ein Blech Scones.

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Im vorgeheizten Backofen werden die Scones auf einer der oberen Schienen bei 220ºC für 15 Minuten gebacken.

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Die dazugehörige Clotted Cream muss ich noch ausprobieren, zur Not geht aber auch einfach Butter 🙂

Brotupdate die zweite

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Nachdem der Teig auh heute morgen noch schön blubberig war, habe ich ihn wie geplant auf die ganze Menge (550g) aufgefüttert. Er hat dann wieder gute 12 Stunden Zeit gehabt, sich auszubreiten und hat auch ganze Arbeit geleistet. Heute abend war er sichtbar gewachsen und richtig schön schaumig geworden – und roch nach Bier.
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Also ab damit in die Rührschüssel Me… äh… neee, erst Wasser dazu, verrühren und dann das Mehl dazugeben.
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Der Teig war zwischendurch echt trocken, ich war kurz davor, noch Wasser dazuzugeben, aber kurz darauf war alles wieder klebrig. Also habe ich ihn eine Weile ruhen lassen und wollte ihn dann nochmal etwas durchkneten…. von „etwas klebrig“ wandelte er sich recht schnell wieder zu „Sekundenkleber“, die gleiche Konsistenz wie beim letzten Mal. Ich habe aber auf weiteres Mehl verzichtet und ihn einfach in das Gärkörbchen plumpsen lassen.
Gewachsen ist er fleißig, leider habe ich ihnganz vergessen, bin schlafen gegangen und am nächsten Morgen erwartete mich eine grandiose Überraschung. Der Teig war über das Gärkörbchen hinausgewachsen und einmal quer durch die Wohnung gewandert. Also habe ich geputzt und dann den Rest der klebrigen Chose auf’s Blech verfrachtet. Im Ofen ist nichts weiter aufgegangen, aber ein bissl Fluffigkeit ist dennoch geblieben:
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Aber Perfekt ist anders. Der Teig war wieder viel zu feucht und klebrig, liegt’s vielleicht am Mehl? Wenn ich mir andere Sauerteigbrotrohlinge im Internet anschaue, sind die Teige viel glatter und unklebriger. Also probiere ich weiter.

Brotupdate die Erste

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Es passiert was!
Natürlich genau dann, wenn die Zeit etwas knapp ist.
Das Kompakt-Brot ist zur Hälfte aufgefuttert und ist wunderbar sättigend –  ich brauche nur noch zwei Mahlzeiten am Tag, so bleibt mehr Zeit für anderes. Zum Beispiel zum Sauerteigbeobachten.
Beim ersten Backen hatte ich ja eine Portion Sauerteig beiseite gestellt, die eigentlich erstmal im Kühlschrank wohnen sollte. Doch nachdem ich das Kompaktbrot aus dem ofen geholt hatte, entschied ich mich dafür, ihn direkt wieder ein wenig zu fordern und stellte das Glas ins Wohnzimmer – da gefällt es dem Teig offensichtlich. Gestern morgen war noch nichts zu sehen, gestern abend war auch nur ein einsames Bläschen an der Oberfläche aufgetaucht und so hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben,  dass da noch was passiert. Heute morgen jedoch war das Glas bis zum Rand mit blubberigem Teig gefüllt, weshalb ich ihn dann für dir Hälfte des Rezepts aufgefüttert habe.
Als ich heute abend kurz daheim war, war wieder keinerlei Aktivität zu erkennen, also ab zu den Flüchtlingen (dort haben wir heute Pizzaschnecken gebacken und Laternen gebastelt) und als ich drei Stunden später total erledigt wieder daheim eintrudelte und unter das Handtuch schaute,  blubberte es ganz fleißig:

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Wäre also ein guter Zeitpunkt mit dem Backen zu beginnen. Aber um zehn Uhr abends die Küchenmaschine anschmeißen, den Teig ruhen lassen, mit den Händen kneten, mindestens zwei Stunden gehen lassen und dann nochmal ne Stunde backen???? Äääah…. nöö…. muss nicht. Vor allem nicht, wenn man am nächsten Tag zur Arbeit muss. Also ist jetzt die große Frage, wie ich weiter mache. Derzeit tendiere ich dazu, morgen früh auf das komplette Rezept aufzufüttern, also nochmal wie heute, und dann morgen abend zu backen. Nicht dass mir der Teig morgen den Tag über kippt… das will ich nicht riskieren.