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Zugegeben, gebacken habe ich schon länger nicht mehr. Mein letztes Brotupdate liegt auch schon wieder zwei Monate zurück und ich glaube, in der Zwischenzeit habe ich nur noch einmal gebacken, um mehr Anstellgut zu produzieren, um mit den Flüchtlingen zu backen. Aber da auch das fünfte Brot noch zu wünschen übrig ließ, stehen die Gläschen mit dem Sauerteig immernoch bei mir im Kühlschrank.
Vor ein paar Tagen las ich dann bei Frau … äh … Mutti, wie sie erste Versuche im Sauerteigbrotbacken unternahm und erinnerte mich wieder an meine noch nicht abgeschlossene Versuchsreihe.

Als das Wochenende endlich da war, nahm ich den etwas übelriechenden Sauerteig (noch einen Ticken schlimmer als Hefeweizen), rührte ihn mutig mit Roggenmehl und Wasser zusammen und stellte ihn für eine Nacht beiseite. Am nächsten Mittag war der Teig blubberig und roch schon deutlich angenehmer.
Diesmal habe ich mich auch an kein Rezept gehalten, sondern mich an einen Kommentar bei Frau Mutti gehalten, in dem stand, man solle den Teig lieber nach Gefühl als nach einem Rezept machen und das Wasser nur langsam und schlückchenweise dazu geben. Also wanderten Sauerteig und Mehl in die Küchenmaschine und wurden miteinander verknetet. Zu den so entstandenen Streuseln gab ich Wasser hinzu (natürlich zu viel, weil doch noch ein Rezept in meinem Hirn herumspukte) und dann wieder Mehl. Am Ende hatte ich dann tatsächlich einen geschmeidigen, nur minimal klebrigen Teig, der sich sogar problemlos zu einem Laib Brot formen ließ. Das Ergebnis war klein und handlich, etwa zwei handvoll Teig. Diesen habe ich dann noch mit ein bisschen Wasser bestrichen und zum gehen in den kalten Ofen gestellt – da ist er dann in einer kleinen Klimakammer und auch gleich noch Katzensicher.
Ein paar Stunden später – nach einem gemütlichen Abendessen und Kinobesuch mit Freunden – holte ich den deutlich gewachsenen Rohling aus dem Ofen, heizte eben jenen dann vor und machte mich daran, mit einem Messer das Brot einzuschneiden.
Bisher waren diese Schnitte immer direkt wieder „zugewachsen“, diesmal war ich mutig und schnitt das Brot ganz tief ein. Und während ich drauf wartete, dass der Ofen warm wird, konnte ich beobachten, wie die Schnitte immer breiter wurden, weil das Brot noch immer ging.

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Im Ofen wurden die Schnitte dann nochmal breiter und das fertige Brot sah aus, als sei es viel zu tief durchfurcht, aber eigentlich ist es in puncto Form super geworden. Lediglich das Salz im Teig habe ich vergessen. Aber mit gebratenem Halloumi oder einfach nur salziger Butter kann man es super essen. Am Wochenende starte ich den nächsten Versuch, dann vielleicht mit Salz und mit Brotgewürz.

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Und ich werde mich an die Anleitung von Eifelkrimi halten, was den Zeitpunkt des in-den-Ofen-schiebens betrifft – hier der Link, recht weit unten ist ein großer Kommentar von ihr mit einem roten Fähnchen markiert. Darin beschreibt sie, wie man den richtigen Zeitpunkt erkennen kann.

 

 

 

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