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Mein Sauerteig spaziert vor sich hin, also nutze ich die Zeit und backe etwas anderes. Der Sonntag eignet sich immer hervorragend zum Backen, denn montags findet das Ergebnis beim Stricktreff reißenden Absatz und landet nicht komplett auf meinen Hüften. Für gestern war ein Rezept geplant, dass Bekannte aus Neuseeland auf Facebook geteilt hatten und bei dem mir das Bild schon entgegenrief: „Back mich!“. Beim Auf- und Umräumen am Samstag tauchte dann auch noch ein Rezept auf, dass ich mir vor Wochen ausgedruckt hatte und das dann auf mysteriöse Weise (in meine Rezeptekiste) verschwand. Und da ich noch so viele Eier im Kühlschrank hatte, entschied ich mich dafür, sowohl den „Magic Custard Cake“ ( Magischer Vanillepuddingkuchen) als auch den Schokokuchen mit roter Beete zu backen. Beim Zauberkuchen müssen alle Zutaten Zimmertemperatur haben, also habe ich alles abgewogen und beiseite gestellt und mich dann dem Schokokuchen gewidmet. Im Rezept steht, man soll eine 20cm Springform verwenden, ich habe leider nur 16 und 26/28 cm und habe mich deshalb für eine Gugelhupfform entschieden,  Ich habe meine neue Silikonform vom Aldi genommen, die etwa 22cm Durchmesser hat und der Kuchen ist gut geworden bzw. hätte auch noch in einer kleineren Form Platz gefunden. von der roten Beete schmeckt man im gebackenen Kuchen nichts mehr, aber er ist sehr saftig und nicht trocken-bröselig. Viel kann man davon vermutlich nicht auf einmal essen, da er meiner Meinung nach sehr stopft, aber lecker ist er dennoch 🙂

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Nachdem wir dann abends vom Schweinebratenessen bei der Familie heimgerollt waren habe ich mich dann um den Zauberkuchen gekümmert. Und musste feststellen, dass ich meine eine Rührschüssel und die teigtaugliche Salatschüssel mit dem Schokokuchen schon verwendet hatte und somit keine zwei Schüsseln übrig hatte, um Eiweiß und Eigelb separat schaumig zu schlagen. Zum Glück habe ich auf einer Expedition in die Tiefen meines Kellers noch zwei Schüsseln entdeckt und bin so aus dem Schüsseldilemme glimpflich davongekommen.

Der Teig ließ sich recht einfach zubereiten, lediglich meine alte Ikea-Springform wird nun den Weg ins Re- oder Upcycling gehen müssen, denn sie ist mittlerweile inkontinent und lässt sich nur noch schwer schließen und öffnen.
Aber zurück zum Kuchen:
Warum ist das eigentlich ein Zauberkuchen? Man rührt einen Teig an, gibt diesen in die Form und wie durch Zauberei teilt sich der Kuchen beim Backen in drei Schichten, sodass er im Endeffekt ein bissl was von einer Dresdener Eierschecke hat, die man jedoch direkt aus mehreren Schichten, bzw. verschiedenen Teigen aufbaut.
Nach einer knappen dreiviertel Stunde konnte ich ihn aus dem Ofen holen und an den rausgequollenen Teigecken schon ein bissl von Teig naschen.

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Der schmeckte dann aber doch deutlich anders als das Ergebnis, das ich dann heute morgen endlich probieren konnte (nicht besser oder schlechter, nur anders). Nachdem ich die Form aufbekommen hatte, konnte man am Außenrand die Dreiteilung des Kuchens schon erahnen, beim Anschneiden dann das offensichtliche : Der Kuchen war nicht lang genug im Ofen gewesen 🙂 Aber trotzdem, die drei Schichten sind gut zu sehen:
Eine „bröselige“ oben, darunter die (leider) flüssige, die eigentlich wie Vanillepudding sein sollte und ganz unten die saftige dicke Schicht.

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Beim reinbeißen merkt man von den Schichten nicht viel – zumindest bei meiner Version – dennoch ist der Kuchen lecker und bei richtiger Ausführung auch ein Hingucker 🙂

Mal schauen, wie die Strickmädels den Kuchen finden.

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