Letzte Woche habe ich mich aufgerafft und mich endlich getraut, mir einen neuen Mitbewohner zuzulegen. Er ist klein, weiß, gnubbelig und kam etwas lädiert in der Post bei mir an. Seinen Hunger habe ich wohl ein wenig unterschätzt, deswegen war er ein bisschen sauer, als ich heute morgen nach ihm schaute.  Aber trotz allem ist er ein Stückchen gewachsen, deshalb habe ich mich gerade ein wenig um ihn gekümmert und jetzt ist er – hoffentlich – im Schlaraffenland. Vielleicht ist er mir gegenüber dann beim nächsten Zusammentreffen etwas milder gestimmt.

Und bevor ihr jetzt an meinem Geisteszustand zweifelt, zeige ich euch mal ein Foto von dem kleinen, als er bei mir ankam:

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Ein Teelöffel voll Kefirknolle – leicht angedätscht durch die Anreise per Post.
Habe die Knöllchen in circa einem halben Liter Milch angesetzt und das ganze dann in den Schrank gestellt, damit die Knollen sich vollfressen können. Nach zwei Tagen hätte man fertigen Kefir haben sollen. Ich bin leider zu dem Zeitpunkt nicht dagewesen und konnte erst nach zweieinhalb Tagen wieder gucken,  was passiert ist…. tja – laut Internet war das wohl zu wenig Milch:

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Oben hat sich dicker Milchglibber abgesetzt, darunter Molke. Und es stank… der Kefir ist sauer 😉

Versuch macht kluch, also Kefirknollen raus, neuer Ansatz.  Hahahaha. Wie bekommt man Kefirknollen aus einem Milchkuchen? Nach ein paar Versuchen habe ich den Ansatz im Glas mit der Molke und etwas Wasser verrührt und dann abgesiebt. Dadurch hatte ich am Ende ein Schälchen Joghurtartiges Zeug, in dem ich dann Schatzsuchermäßig nach den Knollen grub. Im Internet hatte ich gelesen, dass die Knollen wie kleine Blumenkohl-Röschen aussehen sollen. Und siehe da: mitten in der weißen Masse zeigten sich plötzlich kleine Gnubbelchen, die wie gekochter Blumenkohl aussahen. Und beim Versuch,  die Gnubbelchen aus der Pampe zu holen zeigte sich, dass sie alle miteinander verwachsen waren. Und so habe ich jetzt zwei Teelöffel voll Knöllchen in meinem neuen Ansatz mit mehr Milch 🙂

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