Schlagwörter

, ,

Vor etwa einem Monat habe ich euch ja schon von meinen Bemühungen erzählt, meinen Balkon zu begrünen. Mittlerweile zeigen sich die Fortschritte deutlich.

Die Trauermücken scheinen sich irgendwo fern meines Balkons ein neues Zuhause gesucht zu haben, seit die Nematoden ihre Larven futtern finden sie es hier zumindest nicht mehr ganz so gemütlich.

Mein vereinzelt übriggebliebenes Tomätchen hat sich gefangen, den großen Topf durchwurzelt und reckt sich jetzt in die Sonne. Es hat allerdings auch vier große Geschwister bekommen, denen es jetzt nacheifern muss – vorletztes Wochenende sind vier verschiedene Tomatenpflanzen aus der Anzucht der Mutter meiner besseren Hälfte auf meinen Balkon umgezogen, die dann auch in größere Töpfe umgesiedelt wurden und sich pudelwohl fühlen.

IMG_0095

Hier sehr ihr unten links neben dem Kater drei der vier Tomaten, in dem schwarzen Topf wächst eine Avocado und rechts eine Himbeere – bei der ich auch starke Bedenken hatte, ob das was wird. Aber seit sie von meinem fast ertrunkenen Waldmeister Gesellschaft bekommen hat, hat sie neuen Lebensmut dazu gewonnen und auch der kleine schiebt schon vorsichtig wieder den ein oder anderen Stängel Richtung Licht.

Im Kasten oben am Geländer keimt grad meine Asia-Schnittkohlmischung – sie ist seit noch nichtmal einer Woche ausgesät – hoffentlich hat sie nicht alles überwuchert bis ich aus dem Urlaub zurück bin.

Vor zwei Wochen erweiterte sich meine Balkonbegrünung auch um eine mittlerweile verblühte gelbe Akelei und einen Jiaogulan. Letzterer musste jedoch nach zwei Tagen ins Wohnzimmer umziehen, da er die pralle Sonne draußen nicht vertrug. Nun wohnt er mit meinen Orchideen und Aloe Veras drinnen und da scheint es ihm deutlich besser zu gehen. Wer noch nie davon gehört hat (mir war die Pflanze auch bis vor 2 Wochen völlig unbekannt): Jiaogulan ist sozusagen Ginseng in Blattform und hilft gegen und bei so ziemlich allem, wenn man dem Kräuterhandel glauben darf. Sie sieht recht unscheinbar aus und die erste Geschmacksprobe in Form von Tee hat mich nicht überzeugt, der nächste Versuch startet in einem gemischten Salat.

2015Mai 039

Nachdem die Anzahl der Töpfchen auf meinem Balkon langsam überhand nahm und auch meine „Makramee“-Aufhänger irgendwann nicht mehr reichten habe ich kurzerhand meine Balkonkästen mit Paketschnur am Geländer befestigt (siehe Bild von den Tomaten). Ja ich weiß, es gibt Halterungen dafür, aber mein Balkongeländer ist leider nicht Halterungentauglich und so hängen die Kästen nun mit Kordeln am Rand und darin stehen die ganzen Töpfchen mit meinem bunten Sammelsurium an Pflanzen. So sind zum Beispiel auch die Pflanzen, die vor einem Monat noch im Impro-Gewächshaus  standen, nun so groß, dass sie auch ohne Spezialklima auskommen und darauf warten, ausgesetzt und umgetopft zu werden.

IMG_0071

Einige Freilandgurken und Physalis sind schon in den Garten und zu Freunden gewandert, die Mexikaner (rechts) und die Zackengurken (links) werde ich eventuell morgen noch umtopfen.

Womit ich dieses Jahr auch zum ersten Mal Glück habe ist Schnittlauch. Normalerweise -wenn ich mir denn dann mal einen kaufe – ist er nach spätestens einer Woche hinüber. Vor zwei Wochen war ich mal wieder im Supermarkt und habe mir einen Topf mitgenommen und ihn dann abends komplett geerntet (alle Halme eine handbreit über der Erde abgeschnitten). Und eine Woche später konnte ich die gleiche Menge nochmal ernten. Und diese Woche theoretisch auch…. Ich bin positiv überrascht.

IMG_0085

Und das, obwohl er, als ich ihn bekam, kaum noch Erde im Topf hatte sondern nur noch Wurzeln. Das Umtopfen hat ihm wohl gefallen 🙂

20150510_110823

Tja, und dann habe ich noch auf unerklärliche Weise meine Obstbaumpopulation aufgestockt. Einfach so kam zu Birne und Kirsche noch eine Nektarine hinzu. Die Birne hatte ich schon vor längerem in einen großen Topf gepflanzt und habe dabei festgestellt, dass da kaum Wurzeln dran sind – sie sah weniger aus wie ein Bäumchen denn wie ein bewurzelter Ast – Ich geh davon aus, dass es bei der Kirsche, die ebenso aus einem Discounter stammt, wahrscheinlich ähnlich aussieht. Die Nektarine hingegen scheint aus einer Baumschule zu stammen – bzw. aus einer besseren Anzucht und kam mit einem fast vollständig durchwurzelten Topf zu mir. Nun wohnt sie vor meinem Schlafzimmerfenster in einem großen Topf zusammen mit Aloe-Vera, meinem Tomatenüberbleibsel, einer Grünlilie, einer Physalis und meinem Büroschnittlauch. Diese Pflänzchen stehen mittlerweile jedoch alle in Tontöpfen, da sie Anstalten machten, sich zur Nektarine durchzuwurzeln.

IMG_0088

Und was meine große Erbse, meine Physalis und meine Kräuter so treiben, davon gibt’s beim nächsten Mal Bildchen 🙂

Advertisements