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Jetzt bin ich zwar grad in die Nähe eines super Bäckers gezogen, trotzdem wollte ich das mit dem Brotbacken jetzt endlich mal versuchen. Die einfachste Möglichkeit,  abgesehen von einer Fertigmischung aus dem Supermarkt, ist laut Internet das No-Knead-Bread – ein Brot das man nichtmal kneten muss.
Das Original entstammt der New York Times, ich habe mich nach dem Rezept der süddeutschen Zeitung gerichtet. Leider hatte ich das gewünschte Mehl nicht da, also habe ich eine Mischung aus 405er Weizenmehl und 1150er Roggenmehl genommen, statt Trockenhefe habe ich ein Stückchen von einem frischen würfel dazu gebröselt. Und 11g Salz erschienen mir so viel, deshalb ist auch etwas weniger davon reingewandert. Warum sollte man sich auch nur entfernt an das Rezept halten? 
Also habe ich meine ganzen improvisierten Zutaten zusammengerührt, aber das Rezept sagte doch was von „nicht wundern, dass es so flüssig ist, das gehört so“. Blick in meine Schüssel – von flüssig keine Spur. Eher staubtrocken. „Liegt bestimmt an dem Roggenmehl,  das ist ja immer ein wenig durstiger als normales Weizenmehl“ – dachte ich mir und gab noch Wasser dazu und die Konsistenz wurde wieder klebriger. Ein Blick ins YouTube-Video mit dem Original-Rezept offenbarte mir dann aber, das mein ursprünglicher Teig eigentlich genau richtig war. Oh man. Also wieder Mehl dazu, bis der Teig so war, wie er sein sollte und dann zum gehen, gären und ruhen in eine Plastiktüte.

Heute abend habe ich dann den Ofen angeheizt, den Teig in den Bräter gefüllt und ab damit in die Hitze.  Tja – hätte ich mal vorher auf die Backzeit geschaut.  Hatte die leider etwas unterschätzt und musste irgendwann los, also habe ich den Ofen ausgeschaltet und bin los.
Drei Stunden später kann ich jetzt endlich das Ergebnis begutachten und probieren.

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Das Brot ließ sich problemlos aus dem Topf lösen und ein wenig weniger problemlos aufschneiden. Durch die verkürzte Backzeit ist das Brot selber noch ein wenig feucht und durch das fehlende Salz etwas fad, aber im Ansatz schonmal gar nicht soooo schlecht – da kann man was draus machen.

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