Was waren das noch für Zeiten, als ich mir geschworen habe, meine Kinder nie in die typischen Jungs-/Mädchenfarben zu kleiden. Nein, bei mir tragen auch Jungs Rot und Mädels blau. Und was ist jetzt? Ich mache pinke, lilafarbene und blaue Babykleidung. Erstere für Mädchen, letztere für Jungs. Kommt wohl auch immer drauf an, was die Eltern der Kinder wollen. Aber ich gebe ehrlich zu, mittlerweile habe selbst ich ein Faible für Lila und Rosa, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Was mich aber nicht davon abhalten wird, meinen Kindern später auch andersfarbene Kleidung anzuziehen 🙂

Nundenn, an dieser Stelle sollen zwei meiner Projekte vorgestellt werden, beide für die gleiche junge Dame und größtentechnisch irgendwo zwischen „frischgeschlüpft“ und „6 Monate“.

Nachdem ich mich letzten Sommer mal wieder an meiner Nähmaschine versucht hatte ( Bilder folgen), wollte ich auch meine grandiosen Strickkenntnisse wieder hervorkramen. Diese umfassten zu dem Zeitpunkt grandiose linke UND rechte Maschen. Und wie sich herausstellte, waren die rechten noch nichtmal richtig, was mich dazu veranlasste, meine Häkelkenntnisse aus der dritten Klasse wieder herauszukramen. Eine Luftmaschenkette habe ich sage und schreibe noch hinbekommen. Aber wie sich herausstellte, gibt es auf Youtube und ähnlichen Seiten Unmengen von erklärenden Videos. Und so wagte ich mich an mein erstes größeres Häkelprojekt, eine kleine Wickeljacke in einem mehrfarbigen rötlichen Garn. Wie ich mittlerweile weiß, mit Raglanärmeln, was zwar beim Häkeln keinen allzu großen Unterschied macht, aber beim Stricken das (für mich) lästige Maschenaufnehmen erspart. Der Vorteil dieser Jacken ist, dass man sie den Kleinen nicht über den Kopf ziehen muss, was gerade bei Neugeborenen sehr praktisch ist.
Das Muster gibt es – leider nur auf Englisch – bei crochetme.com .

Das nächste Werk, das „Little Sisters Dress“ von Tora Frøseth,  führte mir vor Augen, dass irgendwas mit meinen Strickmaschen nicht richtig war, da sich nach dem ersten Teil das Maschenbild seltsam nach rechts verzog. Deshalb habe ich die Arbeit wieder aufgeribbelt und versucht,  das Muster stattdessen auf die Häkelnadel umzuändern. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten hat das auch sehr gut geklappt und ist auch gut bei den Eltern angekommen. Das einzige Problem, das mich noch immer verfolt ist, dass ich – in meinem jugendlichen Leichtsinn – vergessen habe, die Anleitung mitzuschreiben. Tja, und jetzt häkle ich das Kleid nochmal, diesmal liegen Zettel und Stift neben der Wolle 🙂

Advertisements