Brotupdate die fünfte oder sechste

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Zugegeben, gebacken habe ich schon länger nicht mehr. Mein letztes Brotupdate liegt auch schon wieder zwei Monate zurück und ich glaube, in der Zwischenzeit habe ich nur noch einmal gebacken, um mehr Anstellgut zu produzieren, um mit den Flüchtlingen zu backen. Aber da auch das fünfte Brot noch zu wünschen übrig ließ, stehen die Gläschen mit dem Sauerteig immernoch bei mir im Kühlschrank.
Vor ein paar Tagen las ich dann bei Frau … äh … Mutti, wie sie erste Versuche im Sauerteigbrotbacken unternahm und erinnerte mich wieder an meine noch nicht abgeschlossene Versuchsreihe.

Als das Wochenende endlich da war, nahm ich den etwas übelriechenden Sauerteig (noch einen Ticken schlimmer als Hefeweizen), rührte ihn mutig mit Roggenmehl und Wasser zusammen und stellte ihn für eine Nacht beiseite. Am nächsten Mittag war der Teig blubberig und roch schon deutlich angenehmer.
Diesmal habe ich mich auch an kein Rezept gehalten, sondern mich an einen Kommentar bei Frau Mutti gehalten, in dem stand, man solle den Teig lieber nach Gefühl als nach einem Rezept machen und das Wasser nur langsam und schlückchenweise dazu geben. Also wanderten Sauerteig und Mehl in die Küchenmaschine und wurden miteinander verknetet. Zu den so entstandenen Streuseln gab ich Wasser hinzu (natürlich zu viel, weil doch noch ein Rezept in meinem Hirn herumspukte) und dann wieder Mehl. Am Ende hatte ich dann tatsächlich einen geschmeidigen, nur minimal klebrigen Teig, der sich sogar problemlos zu einem Laib Brot formen ließ. Das Ergebnis war klein und handlich, etwa zwei handvoll Teig. Diesen habe ich dann noch mit ein bisschen Wasser bestrichen und zum gehen in den kalten Ofen gestellt – da ist er dann in einer kleinen Klimakammer und auch gleich noch Katzensicher.
Ein paar Stunden später – nach einem gemütlichen Abendessen und Kinobesuch mit Freunden – holte ich den deutlich gewachsenen Rohling aus dem Ofen, heizte eben jenen dann vor und machte mich daran, mit einem Messer das Brot einzuschneiden.
Bisher waren diese Schnitte immer direkt wieder “zugewachsen”, diesmal war ich mutig und schnitt das Brot ganz tief ein. Und während ich drauf wartete, dass der Ofen warm wird, konnte ich beobachten, wie die Schnitte immer breiter wurden, weil das Brot noch immer ging.

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Im Ofen wurden die Schnitte dann nochmal breiter und das fertige Brot sah aus, als sei es viel zu tief durchfurcht, aber eigentlich ist es in puncto Form super geworden. Lediglich das Salz im Teig habe ich vergessen. Aber mit gebratenem Halloumi oder einfach nur salziger Butter kann man es super essen. Am Wochenende starte ich den nächsten Versuch, dann vielleicht mit Salz und mit Brotgewürz.

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Und ich werde mich an die Anleitung von Eifelkrimi halten, was den Zeitpunkt des in-den-Ofen-schiebens betrifft – hier der Link, recht weit unten ist ein großer Kommentar von ihr mit einem roten Fähnchen markiert. Darin beschreibt sie, wie man den richtigen Zeitpunkt erkennen kann.

 

 

 

Doppelt gemoppelt

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Als ich letztens auf ravelry durch die beliebtesten Anleitungen stöberte (da gibt’s immer mal wieder Bezahlanleitungen für lau) entdeckte ich ein tolles Tuch (kostenlos)mit einem zweifarbigen Muster. Allerdings war auf den Bildern nie die Rückseite zu sehen, aber ich konnte mir in etwa vorstellen, wie die aussieht. Und wer will sich schon die ganze Zeit Gedanken darüber machen, ob der Halsschmuck gerade die schöne oder die fadige Seite zeigt? Und ein 1,7m langes Tuch aus so dicker Wolle… hmmmm…. aber dann hatte ich die Idee, die Anleitung abzuwandeln und stattdessen eine kleine doppelgestrickte Decke daraus zu zaubern. Quadratisch, praktisch, gut. Also wurde der Taschenrechner gezückt und da ich eh noch eine Maschenprobe aus Sockenwolle rumliegen hatte, konnte ich damit wunderbar arbeiten. Leider passierte das ganze zu recht später Stunde und es hatte sich der ein oder andere Fehler eingeschlichen,  sodass das eigentliche Projekt deutlich größer wurde als geplant – zum Glück,  denn ausgerechnet hatte ich 45cm im Quadrat und das ist dann doch eeeetwas klein.

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Jetzt wird das gute Stück deutlich größer und ich bin gespannt, ob die Wolle reicht. Für den Gryffindorschal hatte ich Sockenwollpakete beim Discounter gekauft, daheim war das rot dann aber doch zu hell. Also lagen 12 Knäuel Wolle (6 rot, 6gelb) hier rum und waren perfekt für das Projekt. Aber wie viel ich im Endeffekt brauchen werde, kann ich noch nicht sagen. Laut meiner wackeligen Berechnungen komme ich am Ende auf etwa 180 Reihen. Geteilt durch sechs Knäuel sind das mindestens 30Reihen pro Knäuel. Derzeit bin ich bei 28 und die ersten Knäuel sind noch gut gefüllt. Es scheint also ganz gut aufzugehen und in neun Reihen geht das zentrale Muster los, das ich sonst zur Not auch entsprechend verkürzen könnte :-)

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Aber jetzt lege ich das Projekt erstmal zur Seite und widme mich einem anderen, drängenderen Projekt.

Reine Kopfsache

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Lange lagen die ersten Teile meiner Stoffpuppe rum  – denn ich wusste nicht, wie ich mit dem Kopf weitermachen sollte. Das Eine Heftchen beschrieb, wie man aus Schafswolle einen Kopf “filzt”, das andere Heft erklärte das ganze auf Basis von zugeschnittenen Vliesstreifen. Und ich hatte weder Vlies noch Schafswolle, sondern lediglich Bastelwatte.
Aber nachdem ich in meinem Kopf schon mehrfach überlegt hatte, wie das Problem zu lösen sei, habe ich heute endlich Taten folgen lassen.
Die Bastelwatte kommt nämlich auch in Streifen, also habe ich erst eine kleine Rolle mit 15cm Umfang gewickelt und dann noch ein paar Streifen drumrum, bis sich eine Kugel von guten 28cm Umfang ergab. Und tadaaaaa! Der Kopfrohling ist fertig! Und fest :-)

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Das mit dem Abbinden muss ich noch ein bissl üben, da habe ich improvisiert, jetzt hoffe ich, dass die Fäden halten.
Als nächstes kommt nun der Stoff über den Kopf und dann kann ich mich an den Körper machen :-)

Brotupdate die vierte

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Mittwoch war mein erster Urlaubstag und ich habe gestrickt, gebacken, geputzt und geräumt, geschlemmt und gekuschelt.
Und nebenbei habe ich auch meinen Sauerteig gefüttert – wieder nur auf ein halbes Rezept. Seltsamerweise war er diesmal viel fester als sonst. Dennoch ist der Teig gegangen und nach lediglich acht Stunden (oder so) war der Ansatz blasig genug zum weitermachen.

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Also habe ich mein Gläschen voll abgefüllt und dann gewogen, wie viel Sauerteig noch übrig ist – etwa 300g. Schnell Zettel und Stift geholt und ausgerechnet, dass das 54% des Rezepts sind, damit konnte ich dann auch direkt die benötigten Mengen Mehl und Wasser berechnen. Das Wasser habe ich aber diesmal erst in ein Glas gefüllt und nach und nach dazu gegeben. Und siehe da: ich konnte wunderbar mit der Hand kneten und das erste Mal war der Teig nur “ein bisschen” klebrig :-)

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Den Teig habe ich im Gärkörbchen gehen lassen, leider ist mir auch diesmal die Zeit ausgegangen, sodass ich das Brot erst am nächsten Morgen backen konnte. Bis dahin war die Teigoberfläche angetrocknet und hat sich beim Backen entsprechend vom Rest des Laibs gelöst.
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Im Ofen ist es auch noch ein bisschen aufgegangen und so sah es nach dem Backen auch schon besser aus als in den letzten Versuchen.
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Und auch fluffig ist das Brot geworden. Sehr lecker, aber es fehlt ein bissl Salz…
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